Wie schneiden die Parteien vor der nächsten Bundestagswahl ab? Die neuesten Umfragen für Deutschland im NZZ-Wahltrend, regelmässig aktualisiert.
Erstmals sieht mit Forsa auch ein führendes deutsches Institut die AfD vor der Union. Mit 26 Prozent erreicht sie zudem ihren bisher höchsten Wert in einer «Sonntagsfrage». Einzelne Umfragen zur Bundestagswahl unterliegen allerdings erheblichen Schwankungen und können ein verzerrtes Stimmungsbild vermitteln. Der NZZ-Wahltrend kombiniert mehrere Umfragen und liefert so eine stabilere Einschätzung der Wahlabsichten. Neuere Befragungen werden dabei stärker gewichtet als ältere.
Der jüngste Wahltrend zeigt ein verändertes Kräfteverhältnis im Vergleich zur Bundestagswahl 2025: Am 23. Februar verfügten die Unionsparteien CDU und CSU noch über einen deutlichen Vorsprung vor der AfD, nun liegen die Parteien nahezu gleichauf. Sowohl die FDP als auch das BSW würden an der Fünfprozenthürde scheitern.
Wegen der Grundmandatsklausel können Parteien auch mit weniger als 5 Prozent der Stimmen in den Bundestag einziehen, sofern sie mindestens drei Direktmandate gewinnen. Im Fall von FDP und BSW gilt das jedoch als unwahrscheinlich.
Rechnet man die jüngsten Umfragewerte ohne Berücksichtigung der Grundmandatsklausel in Parlamentssitze um, hätten Union und SPD zusammen keine Mehrheit mehr im Bundestag. Auch für ein Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei würde es nicht reichen.
Anfang November 2024 zerbrach die Ampelkoalition, nachdem Bundeskanzler Olaf Scholz seinen liberalen Finanzminister Christian Lindner entlassen hatte. Am 16. Dezember stellte Scholz dann die Vertrauensfrage. Eine Mehrheit der Abgeordneten verweigerte dem Kanzler daraufhin wie gewünscht das Vertrauen – der Weg zu vorgezogenen Neuwahlen war frei.
SPD und Union hatten sich bereits kurz nach dem Koalitionsbruch im November auf den 23. Februar 2025 als Termin geeinigt. Die Union ging zwar als Siegerin aus der Wahl hervor, den grössten Stimmenzuwachs verzeichnete jedoch die AfD.
Für die Schätzung der jüngsten Umfragewerte liest die NZZ die auf wahlrecht.de veröffentlichten Umfragen von sieben Meinungsforschungsinstituten aus und berechnet für jede Partei den Durchschnitt der letzten Umfragen. Neuere Umfragen werden höher gewichtet (EMA), Institute, die sich ausschliesslich auf Online-Panels stützen, ausgeschlossen. Für jede Partei weist die NZZ eine eigene Fehlermarge anhand der Zahl der Befragten aus. Diese beträgt in der Regel maximal ±3 Prozentpunkte. Wichtig: Auch beim NZZ-Wahltrend handelt es sich um eine Momentaufnahme, nicht um eine Prognose.
Für die Koalitionsoptionen rechnet die NZZ die prozentualen Stimmenanteile aus den Umfragen in die 630 Sitze des künftigen Bundestags um.
Bei der Kanzlerfrage (derzeit nicht aktiv) wird ebenfalls ein gewichteter Durchschnitt berechnet, basierend auf Umfragen, in denen nur Scholz, Merz und Habeck beziehungsweise Scholz, Merz, Habeck und Weidel ausdrücklich zur Auswahl standen. Diese Umfragen sind jeweils mit einer Fehlermarge von ±1,9 bis ±3,1 Prozentpunkten behaftet. Nicht berücksichtigt werden Institute wie Insa, die bei der Kanzlerfrage – anders als bei der Sonntagsfrage – ausschliesslich auf Online-Panels anderer Institute zurückgreifen und deren Fragestellung zudem leicht abweicht.
Der Code, der den Analysen der NZZ zugrunde liegt, ist auf der Entwicklerplattform Github öffentlich einsehbar.
Mitarbeit: Nikolai Thelitz, Danijel Beljan, Olivia Meyer.
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